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„Durch die Zeit geblättert“: MaW-Damals im Jahr 2014

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  • 22. Nov.
  • 2 Min. Lesezeit

Neue Serie – MaW-Damals

Neue Serie – MaW-Damals
Die historischen „Menschen am Werk“-Titelseiten schmücken das Stiegenhaus im Berndorf-AG-Hauptgebäude.

Seit drei Jahrzehnten zeichnet „Menschen am Werk“ (MaW) Bemerkenswertes auf, das Berndorf-Mitarbeiter:innen im Werksalltag der Gruppen-Unternehmen rund um Globus erlebten. In der Sammlung des jährlich erscheinenden Magazins wird nachlesbar, wie es sich anfühlt, Teil der großen Berndorf-Familie zu sein. In der neuen Serie „MaW-Damals“ stöbert die Redaktion nach Geschichten, die einst für Gesprächsstoff sorgten und fragt nach, was seither geschehen ist.

Vieles hat der Arbeitsunfall verändert. Geblieben ist: Mario Pielers Verbindung zum Werk.

Rückschau auf das MaW 2014
Rückblende 2014

Rückblende

In den Jahren 2012 und 2014 wurde ein Arbeitsunfall zum „Menschen am Werk“-Thema. Was war passiert? Der junge Bandwerker Mario Pieler gerät bei Reinigungsarbeiten in eine Maschine. Binnen Sekunden gelingt es beherzten Kollegen den Schwerverletzten zu bergen und erstzuversorgen. Ein langer Rehabilitationsprozess folgt. Mario Pieler ist dabei nicht alleine – Team und Geschäftsführung unterstützen. Herbert Schweiger – damals Berndorf-Band-CEO erklärt im MaW-Interview: „Mario Pieler ist und bleibt Teil der Berndorf-Band-Familie.“

 

Dreizehn Jahre nach dem Arbeitsunfall: Wir treffen Mario Pieler zwischen zwei Handwerkerterminen im Werk Berndorf. Es ist Sommer und der heute 43-Jährige koordiniert ein Baustellenprojekt im Bürogebäude der Band Gruppe. Sein Chef Herbert Blochberger hatte ihn ein paar Monate zuvor gefragt, ob er sich die Aufgabe zutraut, als der bisherige Baustellenkoordinator den Betrieb verlassen hatte. Pieler sagte zu und bestätigte wieder einmal das in ihn gesetzte Vertrauen.

 

Mario Pieler im Garten seines Hauses
Neues Zeitgefühl nach dem Arbeitsunfall – Mario Pieler im Garten seines Hauses: „Aufstehen nach dem Hinfallen ist wichtig.“

Seit 2014 wieder im Werk

So wie er die Visaangelegenheiten für die Kollegen im Außendienst erledigte oder der besseren Produktionssicherheit im Werk neue Priorität verlieh. Geprägt durch die eigene Unfallerfahrung war Mario Pieler gleich bei seinem Comeback 2014 mit ganzem Herzblut dabei. Während elf Monaten Krankenstand war seine Verbindung ins Werk nie abgerissen. Sein Chef förderte und forderte ihn, wurde so zum wichtigen Begleiter auf dem Weg zurück in die Arbeitswelt.

Mindestens ebenso bedeutsam wie jede neue Aufgabe im Job war aber auch die Veränderung, die der schichtarbeitende Bandmaschinenwerker von einst im Privaten erlebte. Die Montage und Donnerstage sind 2025 nicht dem Betrieb, sondern der Elternteilzeit gewidmet. Seit dem letzten „Menschen am Werk“-Interview ist Mario Pieler nicht nur Vater geworden, sondern hat auch Haus gebaut und mindestens einen Baum gepflanzt. Beim Erreichen der wichtigsten Lebensziele uralter Überlieferung liegt er gut im Zeitplan.

 

Konsequenz statt Ungeduld

Wobei Zeit heute für ihn eine andere Rolle spielt als vor dem Unfall, sagt Pieler: „Eigentlich bin ich ein ungeduldiger Mensch. Aber im Krankenhaus und während der Reha, als ich gelernt habe, die Handprothese richtig einzusetzen, hat sich mein Blickwinkel verschoben.“ Aus der Ungeduld ist Konsequenz geworden. Scheinbar Unmögliches wurde möglich. Mit seiner Sportprothese kann Mario Pieler heute sogar seine Mountainbike-Leidenschaft ausleben.

„Egal, um welche Aufgabe es geht – meine Ziele setze ich mir Schritt für Schritt. Bin ich angekommen, folgt die nächste Etappe“, so bleibt Mario Pieler erfolgreich an seinen Aufgaben dran: „Von den Kindern, die Gehen lernen, können wir uns am besten abschauen, wie wichtig Aufstehen nach dem Hinfallen ist.“ Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, die 5-jährige gemeinsame Tochter beim Aufwachsen begleitet zu haben, möchte der Jungvater nicht missen: „In Elternteilzeit zu gehen, war ein sehr wichtiger Schritt. Ich konnte neue Fähigkeiten an mir kennenlernen und die Verbindung zu meinem Arbeitgeber wurde weiter gestärkt.“

 
 
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